Warum ist Motivation manchmal so schwierig?
Why Is Motivation Sometimes So Hard to Find?
Summary
In dieser Podcast-Folge von Linguistic AlgoRhythms sprechen Andrea und Stefanie über das Phänomen der fehlenden Motivation und den Kampf gegen den sprichwörtlichen „inneren Schweinehund“. Sie erklären den neurobiologischen Zusammenhang zwischen Motivation und dem Botenstoff Dopamin und verdeutlichen den Unterschied zwischen extrinsischer Motivation (Belohnung/Druck von außen) und nachhaltiger intrinsischer Motivation (Freude an der Sache). Mit praxiserprobten Strategien wie der 5-Minuten-Regel, kleinen Etappenzielen und festen Gewohnheiten zeigen sie, wie man Motivationstiefs erfolgreich überwindet. Inhalt und Aufnahme dieser Folge wurden mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt.
In this episode of Linguistic AlgoRhythms, Andrea and Stefanie explore why motivation can be so elusive and how to conquer the proverbial 'inner weaker self.' They examine the evolutionary and neurobiological roots of energy conservation and dopamine rewards, contrasting short-term extrinsic motivation (external pressure and deadlines) with sustainable intrinsic motivation (genuine curiosity and passion). The hosts share practical techniques to overcome inertia, such as the 5-minute rule, setting micro-milestones, eliminating digital distractions, and practicing self-compassion on unproductive days. Content and recording of this episode were created using Artificial Intelligence.
This episode, its transcript and its translation were generated with AI and may contain errors.
Hallo zusammen und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Linguistic AlgoRhythms!
Hello everyone and a warm welcome to a new episode of Linguistic AlgoRhythms!
Ich freue mich riesig, dass ihr heute wieder dabei seid.
I'm super excited that you're joining us again today.
Ich muss euch aber direkt etwas gestehen, bevor wir richtig anfangen: Heute Morgen wäre ich fast nicht aus dem Bett gekommen.
But I have a confession to make right before we begin: this morning I almost couldn't get out of bed.
Mein Wecker hat um halb sieben geklingelt, draußen war es grau und regnerisch, und ich dachte mir nur: „Andrea, bleib einfach liegen.
My alarm went off at half past six, it was grey and rainy outside, and I just thought: 'Andrea, stay right here.
Die Welt kann warten.“
The world can wait.'
Stefanie, du bist ja heute mein Gast – kennst du das auch, oder bist du so ein Mensch, der morgens sofort topmotiviert aus dem Bett springt?
Stefanie, you're my guest today — do you know that feeling, or are you one of those people who leaps out of bed fully motivated every morning?
Hallo Andrea!
Hello Andrea!
Erst mal danke für die Einladung.
First of all, thanks for having me.
Und um deine Frage zu beantworten: Oh Gott, nein, absolut nicht!
And to answer your question: goodness no, absolutely not!
Ich bin definitiv kein Frühaufsteher.
I'm definitely not a morning person.
Ich kenne das nur zu gut.
I know that feeling all too well.
Manchmal fühlt sich die Bettdecke einfach wie hundert Kilo Blei an, oder?
Sometimes the duvet feels like it weighs a hundred kilos, doesn't it?
Man weiß eigentlich ganz genau, dass man viel zu tun hat und dass der Kaffee in der Küche wartet, aber der Körper und der Kopf sagen einfach gemeinsam „Nö“.
You know perfectly well that you have lots to do and coffee is waiting in the kitchen, but your body and mind unite to say 'Nope.'
Man findet tausend Gründe, warum man noch fünf Minuten liegen bleiben sollte.
You find a thousand excuses to stay in bed for five more minutes.
Und genau das ist ja eigentlich unser Thema heute: Warum ist Motivation manchmal so unglaublich schwierig?
And that's our topic today: why is motivation sometimes so extraordinarily difficult?
Warum wollen wir Dinge tun, schaffen es aber trotzdem nicht, den ersten Schritt zu machen?
Why do we genuinely want to do things, yet struggle to take the very first step?
Genau, das ist die große Frage, die wir heute klären wollen. Wir nennen das in Deutschland ja oft den „inneren Schweinehund“. Das ist eigentlich ein total lustiges Wort, wenn man mal darüber nachdenkt. Man stellt sich so ein kleines, faules Tier in sich drin vor, das einfach keine Lust auf Arbeit hat und lieber schlafen will. Also, wenn wir vom „inneren Schweinehund“ sprechen, meinen wir diesen Teil von uns, der lieber auf dem Sofa sitzen bleibt und Netflix schaut, anstatt zum Sport zu gehen oder Vokabeln zu lernen. Er ist wie eine unsichtbare Blockade im Kopf, die uns stoppt.
That's the big question we're exploring today. In Germany, people often talk about overcoming their 'inner weaker self' or 'inner pig-dog.' It's quite a funny phrase when you picture it: a lazy little beast inside you that hates work and just wants to sleep. When we talk about that inner resistance, we mean that part of us that would rather lounge on the sofa watching Netflix than go exercise or study vocabulary. It acts like an invisible mental roadblock holding us back.
Das ist ein super Bild! Und diesen Schweinehund muss man dann „überwinden“. Das ist auch so ein wichtiges Wort für unsere Hörer: sich überwinden. Das bedeutet eigentlich, dass man gegen seinen eigenen Widerstand kämpft. Man hat zwar absolut keine Lust, aber man macht es trotzdem, weil man weiß, dass es richtig ist. Man braucht Kraft, um über diese Mauer im Kopf zu springen. Aber sag mal, Andrea, glaubst du eigentlich, dass das nur reine Faulheit ist? Oder steckt da psychologisch vielleicht doch ein bisschen mehr dahinter?
That's a great image! And you have to overcome that inner resistance. Overcoming yourself means fighting against your own reluctance. You might have zero desire to do something, but you push through anyway because you know it's right. You need mental willpower to jump over that internal hurdle. But tell me, Andrea, do you think it's just pure laziness, or is there more going on psychologically?
Ich glaube, da steckt viel mehr dahinter als nur Faulheit. Ich habe neulich gelesen, dass unsere Motivation wie ein „Antrieb“ funktioniert. Man kann sich das wie den Motor bei einem Auto vorstellen. Der Antrieb ist die Kraft, die uns nach vorne bewegt. Wenn der Motor kein Benzin hat oder die Batterie leer ist, dann passiert einfach nichts, egal wie sehr man das Lenkrad dreht. Und dieses Benzin ist oft unser Ziel oder die Freude an einer Sache. Aber oft haben wir zwar ein großes Ziel, zum Beispiel „Ich möchte fließend Deutsch sprechen“, aber der Weg dahin ist so anstrengend, dass der Antrieb im Alltag einfach nicht anspringt.
I think there's much more to it than simple laziness. I read recently that motivation functions like an engine's drive. Think of it like a car: the drive is the mechanical force moving you forward. If the engine has no fuel or the battery is dead, nothing happens no matter how hard you turn the steering wheel. That fuel is usually our goal or the enjoyment we get from an activity. But often we have a grand goal, like 'I want to speak fluent German,' yet the daily road is so arduous that the engine simply fails to ignite.
Das kenne ich. Nehmen wir mal ein ganz alltägliches Beispiel, das jeder kennt: Die Wohnung aufräumen oder die Steuererklärung machen. Oder für unsere Hörer vielleicht das schwierigste Thema: die deutsche Grammatik. Man sitzt am Freitagabend am Schreibtisch, man ist müde von der Arbeit, und eigentlich müsste man noch diese komplizierten Adjektivendungen üben. Man weiß, dass es wichtig für die Prüfung ist, aber die Motivation ist einfach bei null. Man starrt das Buch an und macht es nach zwei Minuten wieder zu. Warum ist das so? Ich habe gehört, dass das sogar etwas mit unserer Geschichte zu tun hat, also mit der Evolution des Menschen.
I can relate to that. Take a relatable everyday example: tidying the flat, filing your tax return, or for our listeners, tackling German grammar. You sit at your desk on a Friday evening, exhausted from work, and you're supposed to practice complicated adjective endings. You know it's crucial for your exam, but motivation is at absolute zero. You stare at the textbook and close it after two minutes. Why does that happen? I've heard it even ties back to human evolutionary history.
Das klingt spannend, Stefanie.
That sounds intriguing, Stefanie.
Erzähl mal, was hat denn die Steinzeit mit meiner Lustlosigkeit am Freitagabend zu tun?
Tell us: what does the Stone Age have to do with my lack of motivation on a Friday night?
Das ist ja eine lange Zeit her.
That was thousands of years ago.
Na ja, eigentlich ist es ganz logisch. Stell dir mal vor, du lebst in der Steinzeit, also vor vielen tausend Jahren. Damals war das Leben extrem hart und gefährlich. Die Menschen mussten in Höhlen leben und jeden Tag um ihr Überleben kämpfen. Vor allem war das Essen damals sehr „knapp“. Wenn etwas knapp ist, dann bedeutet das, dass es nur sehr wenig davon gibt. Es gab keinen Supermarkt, wo man sich schnell eine Pizza holen konnte. Man musste jagen oder Beeren sammeln.
It's actually very logical. Imagine living in the Stone Age thousands of years ago. Life was brutal, exhausting, and precarious. Early humans lived in caves and fought for survival daily. Above all, food was scarce — meaning there was very little of it available. There were no supermarkets for a quick meal; you had to hunt game or forage for berries.
Okay, ich verstehe.
I see.
Wenn das Essen knapp war, musste man vorsichtig sein.
When food and energy were scarce, you had to be conservative.
Ganz genau!
Exactly!
Die Menschen mussten ihre Energie also sparen, wo es nur ging.
Humans had to conserve physical energy wherever possible.
Wenn sie nicht gerade vor einem Säbelzahntiger weglaufen mussten oder ein Mammut gejagt haben, war es biologisch gesehen extrem klug, sich auszuruhen.
When you weren't fleeing a predator or hunting a mammoth, resting was biologically advantageous.
Wer seine Energie unnötig verschwendet hat, ist vielleicht verhungert, wenn es mal drei Tage lang nichts zu essen gab.
Anyone who wasted precious calories unnecessarily might starve when food was unavailable for three days.
Unser Gehirn ist also auch heute noch darauf programmiert, Energie zu sparen.
Our brains remain biologically hardwired to conserve energy.
Faul zu sein, war früher ein großer Vorteil für das Überleben.
In ancestral times, resting was a massive survival advantage.
Wahnsinn.
Incredible!
Also wenn ich keine Lust auf das Fitnessstudio habe, bin ich eigentlich nur ein sehr effizienter Steinzeitmensch, der seine Energie für die nächste Jagd schont?
So when I don't feel like going to the gym, I'm just acting like a very efficient Stone Age human conserving energy for the next hunt?
Das ist ja die perfekte Entschuldigung!
That's the ultimate excuse!
Na ja, fast! Das Problem ist halt der „Nachteil“ in unserer modernen Welt. Ein Nachteil ist ja das Gegenteil von einem Vorteil – also etwas, das uns eher schadet oder uns Probleme macht. Heute haben wir keine Mammuts mehr, die wir jagen müssen, und Essen ist fast überall verfügbar. Aber unser Gehirn hat das noch nicht ganz verstanden. Es denkt immer noch: „Bleib auf dem Sofa, spar Energie, wer weiß, wann es wieder Essen gibt!“ Außerdem gibt es heute Dinge wie Smartphones. Wenn wir auf Instagram oder TikTok scrollen, bekommt unser Gehirn eine schnelle Belohnung ohne jede Anstrengung. Das ist für unser altes Steinzeitgehirn natürlich viel attraktiver, als eine Stunde lang Grammatik zu pauken. Es ist ein Mismatch zwischen unserer Biologie und unserem modernen Leben.
Almost! The problem is that it creates a massive drawback in the modern world. Today we don't have to hunt mammoths, and food is abundant everywhere. But our brains haven't caught up. The ancient brain still thinks: 'Stay on the sofa, save calories, who knows when you'll eat next!' Add smartphones to the mix: scrolling social media gives the brain effortless dopamine hits with zero exertion. To an ancient Stone Age brain, that's far more appealing than an hour of grammar study. It's a mismatch between our evolutionary biology and modern reality.
Das erklärt wirklich vieles. Wir kämpfen also gegen unsere eigene Natur. Aber wir müssen ja trotzdem unsere Ziele erreichen. Da stellt sich die Frage: Wie motivieren wir uns am besten? Es gibt da ja zwei verschiedene Ansätze, über die die Leute oft streiten. Die einen sagen, man braucht „Druck“, und die anderen sagen, man braucht „Belohnung“. Was ist dein Favorit?
That explains so much. We're essentially battling our own biology. Yet we still have goals to achieve. That raises the question: how do we motivate ourselves effectively? People often debate between pressure and rewards. What's your approach?
Also ich bin definitiv eher der Typ „Belohnung“. Wenn ich eine schwierige Aufgabe erledigt habe, dann gönne ich mir danach etwas Schönes. Ich gehe zum Beispiel ein Eis essen oder schaue eine Folge meiner Lieblingsserie auf Netflix. „Sich belohnen“ heißt ja, dass man sich selbst ein kleines Geschenk macht, weil man etwas geschafft hat. Das motiviert mich schon während der Arbeit. Ich denke dann immer: „Nur noch diese drei E-Mails, und dann darfst du den leckeren Tee trinken.“ Das macht die Arbeit weniger schlimm.
I'm definitely on team reward. When I finish a challenging task, I treat myself to something enjoyable — like an ice cream or an episode of my favourite series. Rewarding yourself means giving yourself a small gift for completing something. That motivates me while working because I think: 'Just these three emails, and then you get that delicious tea.' It makes the work much more bearable.
Hm, bei mir funktioniert das oft nicht so gut. Ich brauche tatsächlich oft einen gewissen „Zeitdruck“. Wenn ich weiß, dass ich noch zwei Wochen Zeit für ein Projekt habe, dann mache ich erst mal gar nichts. Ich schiebe es vor mir her. Aber wenn die Deadline morgen früh um acht Uhr ist, dann werde ich plötzlich unglaublich produktiv. „Zeitdruck“ bedeutet ja, dass man eigentlich schon fast zu spät dran ist und der Stresspegel steigt. Das ist zwar nicht sehr gesund und es fühlt sich nicht gut an, aber ohne diesen Druck fange ich oft gar nicht erst an. Mein innerer Schweinehund ist halt sehr stark.
For me, rewards don't always work. I often need deadline pressure. If I have two weeks to complete a project, I tend to procrastinate initially. But when the deadline is 8 AM tomorrow, I suddenly become extraordinarily productive. Time pressure elevates stress and forces focus. While it's stressful and not particularly healthy, without that urgency I struggle to get started.
Aber findest du das nicht total anstrengend auf Dauer? Ich finde, Druck von außen ist oft eine eher negative Form der Motivation. In der Psychologie unterscheidet man ja zwischen „intrinsischer“ und „extrinsischer“ Motivation. Das klingt jetzt vielleicht erst mal kompliziert, ist es aber eigentlich gar nicht. „Intrinsisch“ bedeutet einfach, dass die Motivation tief aus deinem Inneren kommt. Du tust etwas, weil du es wirklich liebst oder weil es dich brennend interessiert. Zum Beispiel spielt jemand Gitarre, weil ihm die Musik Freude macht. Da muss niemand sagen: „Übe jetzt!“, man macht es von selbst.
Doesn't that become exhausting over time, though? External pressure is often a less sustainable form of motivation. Psychology distinguishes between intrinsic and extrinsic motivation. Intrinsic motivation comes from within — you do something because you genuinely love it or find it deeply fascinating, like playing guitar for the pure joy of music. Nobody has to force you; you practice naturally.
Und „extrinsisch“ ist dann wahrscheinlich das Gegenteil, oder?
And extrinsic motivation is the opposite, right?
Also wenn ich etwas nur mache, weil ich muss – zum Beispiel für eine gute Note in der Schule, für mehr Geld vom Chef oder eben, weil ich Angst vor einer Deadline habe?
Doing something because of external factors — getting good grades, earning a bonus, or fearing an impending deadline?
Ganz genau getroffen!
Spot on!
Und die Forschung zeigt ganz deutlich, dass wir viel länger „durchhalten“, wenn wir intrinsisch motiviert sind.
And research clearly shows that we persevere much longer when we're intrinsically motivated.
„Durchhalten“ ist ein wichtiges Wort – es bedeutet, dass man nicht aufgibt, auch wenn es mal schwierig oder langweilig wird.
Persevering means sticking with something without giving up, even when it gets tedious or difficult.
Wenn du Deutsch lernst, nur weil dein Arbeitgeber das verlangt, wirst du wahrscheinlich viel schneller aufgeben, als wenn du die Sprache lernst, weil du dich in die deutsche Kultur verliebt hast oder deutsche Freunde verstehen willst.
If you study a language solely because an employer demands it, you're more likely to quit than if you learn out of love for the culture or to connect with friends.
Wenn das Herz dabei ist, ist der Antrieb viel stärker.
When your heart is in it, your drive is infinitely stronger.
Das macht absolut Sinn. Aber trotzdem gibt es ja diese Tage, da hilft auch die größte Liebe zur deutschen Kultur nicht weiter. Wenn die unregelmäßigen Verben einfach nicht in den Kopf wollen, verliert man die Lust. Hast du denn ein paar ganz praktische Tipps oder Tricks für mich und unsere Hörer, wie man wirklich dranbleibt? Also „dranbleiben“ im Sinne von: weitermachen und nicht mittendrin aufhören.
That makes total sense. But we all have those off days where even genuine passion doesn't seem enough. When irregular verbs just won't stick, frustration sets in. Do you have practical tips on how to stick with it and keep going?
Ja, ich habe da ein paar Strategien, die mir im Alltag sehr helfen.
Yes, I rely on several strategies.
Ein Trick, den ich liebe, ist die sogenannte „5-Minuten-Regel“.
One favourite is the '5-minute rule.'
Wenn ich absolut keine Lust auf eine Aufgabe habe – zum Beispiel das Bad putzen oder Vokabeln wiederholen – sage ich mir: „Okay, Stefanie, ich mache das jetzt nur für genau fünf Minuten.
When I dread a task — cleaning the bathroom or reviewing vocabulary — I tell myself: 'Okay, I will do this for exactly five minutes.
Wenn ich danach immer noch keine Lust habe, darf ich sofort aufhören und mich wieder hinlegen.“
If I still hate it after five minutes, I have full permission to stop and lie down.'
Das Geheimnis ist: Meistens ist es so, dass man nach den fünf Minuten schon „im Fluss“ ist.
The secret is that once you start, momentum takes over.
Der schwierigste Teil ist nämlich fast immer der Anfang.
Starting is almost always the hardest part.
Wenn man erst mal angefangen hat, ist der Schweinehund meistens schon besiegt und man macht einfach weiter.
Once begun, your inner resistance is beaten and you naturally keep going.
Man könnte zum Beispiel sagen: „Ich höre mir jetzt nur 5 Minuten diesen Podcast an und versuche, drei Sätze mitzusprechen.“
For instance: 'I'll listen to just five minutes of this podcast and repeat three phrases.'
Das ist viel einfacher als zu sagen: „Ich lerne jetzt zwei Stunden lang Deutsch.“
That's far less intimidating than committing to two hours of studying.
Das ist echt ein guter Tipp! Das werde ich morgen mal ausprobieren. Ich nutze oft eine ähnliche Strategie, nämlich die „Etappenziele“. Ein „Etappenziel“ ist eigentlich ein kleines Ziel auf dem Weg zu einem ganz großen Ziel. Wenn ich mir vornehme: „Ich lerne heute das ganze Kapitel über das Passiv“, dann bin ich sofort deprimiert und unmotiviert, weil das ein riesiger Berg Arbeit ist. Aber wenn ich mir nur vornehme: „Ich verstehe heute nur diese eine Ausnahme“, dann ist das ein kleines Etappenziel, das man leicht erreichen kann. Jedes Mal, wenn man so ein kleines Ziel erreicht, schüttet das Gehirn Glückshormone aus. Man fühlt sich gut und bekommt neue Energie für die nächste Etappe.
That's a fantastic tip! I'm going to try that tomorrow. I use a similar strategy: setting milestone targets. A milestone is a small intermediate step along the road to a major objective. If my goal is 'master the entire chapter on the passive voice today,' I immediately feel overwhelmed and unmotivated. But if I decide 'I will just understand this one exception today,' that's an achievable milestone. Reaching it releases dopamine, giving me fresh energy for the next step.
Stimmt, kleine Erfolgserlebnisse sind der beste Treibstoff für den Antrieb. Man sollte sich auch immer wieder ganz klar bewusst machen, was man sich eigentlich „vorgenommen“ hat. „Sich etwas vornehmen“ heißt ja, dass man einen festen Plan oder eine klare Absicht hat. Ich empfehle immer, diesen Plan aufzuschreiben. Wenn es schwarz auf weiß auf Papier steht, fühlt es sich viel verbindlicher an als nur ein loser Gedanke im Kopf. Schreib dir zum Beispiel auf: „Morgen um 10 Uhr lerne ich 10 Minuten lang neue Verben.“
Small wins are truly the best fuel for your drive. It also helps to be crystal clear about your intentions. Having a clear intention means setting a specific, firm plan. I always recommend writing it down on paper; written commitments feel far more binding than fleeting thoughts. Write: 'Tomorrow at 10 AM, I will study new verbs for 10 minutes.'
Was mir auch massiv hilft, ist die Umgebung zu verändern.
What also helps me immensely is modifying my environment.
Wenn ich Deutsch lernen will, aber mein Handy liegt direkt neben mir auf dem Tisch, dann habe ich eigentlich schon verloren.
If I want to study but my smartphone sits right beside me on the desk, I've already lost the battle.
Das Handy ist der beste Freund des inneren Schweinehunds!
The phone is the inner weaker self's best friend!
Ich muss das Handy in einen anderen Raum legen oder es ganz ausschalten.
I have to put it in another room or switch it off completely.
Ablenkung ist echt der größte Feind der Motivation.
Distraction is the ultimate enemy of motivation.
Oh ja, das kenne ich nur zu gut. Eine Nachricht bei WhatsApp und schon ist man für 20 Minuten aus der Konzentration raus. Aber weißt du, Andrea, was ich zum Schluss auch noch extrem wichtig finde? Dass man auch mal akzeptiert, wenn es an einem Tag gar nicht geht. Wir sind ja keine Maschinen, die immer auf Knopfdruck funktionieren. Manchmal hat man schlecht geschlafen oder hat viel Stress, und dann braucht der Körper und der Kopf einfach mal eine Pause. Das ist auch völlig okay. Man sollte sich nicht den ganzen restlichen Tag schlecht fühlen oder ein schlechtes Gewissen haben, nur weil man mal einen Vormittag nicht produktiv war. Das macht nur noch mehr Stress und zerstört die Motivation für den nächsten Tag.
A single notification and you lose focus for twenty minutes. But you know what else is vital? Accepting that some days just won't be productive. We aren't machines that perform on command. If you slept poorly or feel stressed, your body and mind need a break. Don't carry guilt all day because of an unproductive morning — that only creates more stress and sabotages tomorrow's motivation.
Das ist ein sehr schönes und wichtiges Schlusswort, Stefanie.
That's a very reassuring closing thought, Stefanie.
Man muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn der innere Schweinehund mal für ein paar Stunden gewinnt.
You shouldn't feel guilty if your inner resistance wins for a few hours.
Wichtig ist eigentlich nur, dass man am nächsten Tag wieder aufsteht, sich wieder etwas vornimmt und dann einfach weitermacht.
What matters is getting back up the next day, setting a fresh intention, and taking the next step.
Ganz genau. Man muss einfach freundlich zu sich selbst sein. Also, an alle unsere Hörer da draußen: Wenn ihr heute schon diesen Podcast bis zum Ende gehört habt, dann habt ihr heute schon richtig viel für euer Deutsch getan! Das war doch schon mal ein super Etappenziel für heute. Ihr könnt stolz auf euch sein.
Exactly. Be kind to yourself. To all our listeners: if you've listened to this podcast all the way through to the end today, you've already accomplished a fantastic milestone for your language learning! You can be proud of yourselves.
Absolut!
Absolutely!
Wir hoffen, diese Folge hat euch gefallen und vielleicht sogar ein ganz kleines bisschen motiviert, heute noch eine Kleinigkeit auf Deutsch zu lesen oder zu schreiben.
We hope this episode inspired you to take a small step today.
Danke für das tolle Gespräch, Stefanie!
Thank you for the wonderful conversation, Stefanie!
Das hat mir wirklich geholfen, meine eigene Motivation besser zu verstehen.
It really helped clarify how motivation works.
Sehr gerne, Andrea.
My pleasure, Andrea!
Es hat mir viel Spaß gemacht.
It was great fun.
Bis zum nächsten Mal!
Until next time!
Tschüss zusammen, macht es gut, überwindet euren Schweinehund und vor allem: Bleibt dran!
Goodbye everyone, conquer your inner resistance, and keep at it!
Bis zur nächsten Folge.
See you on the next episode of Linguistic AlgoRhythms.